

Aufgabe war es, ein künstlerisches Konzept zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, Mädchen und queere Menschen im Pornografie-Kontext zu entwickeln. Ziel: gesellschaftliche Strukturen sichtbar machen, ohne explizite Inhalte zu zeigen.
Die Idee entstand aus eigenen Erfahrungen mit heimlicher Beobachtung im öffentlichen Raum. Upskirt- und Hidden-Cam-Pornografie funktioniert durch Unwissen. Das Opfer weiß nicht, dass es gefilmt wird. Genau das ist der Kern der Gewalt. Dieser Moment sollte nicht erklärt, sondern körperlich erfahrbar gemacht werden.
Die Lösung ist eine begehbare Installation: eine realistisch nachgebaute öffentliche Toilettenkabine, ergänzt durch ein selbst gestaltetes Print-Magazin mit Fakten und Interviews. Beim Abnehmen des Magazins von der Wandhalterung wird ein Monitor sichtbar, der Live-Videos von drei in der Kabine versteckten Spy-Kameras zeigt. Über Lautsprecher sind Toilettengeräusche und eine bedrohliche, männliche Stimme zu hören, die Upskirt-Pornokategorien flüstert.
Die Besuchenden waren nie unbeobachtet.
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